Produktionsjahr: 2022

20 Jun 2022

Auf´m Mustang

Auf´m Mustang – Staffel 1

Drei wilde Mus­tangs, drei nord­deut­sche Trai­ne­rin­nen: In „auf’m Mus­tang“ beglei­ten wir Anna, Maya und Con­stanze bei ihrer beson­de­ren Her­aus­for­de­rung: Inner­halb von 90 Tagen berei­ten sie wilde Pferde auf ihren Höfen für das Leben mit Men­schen vor. Am Ende gibt es im Rah­men des „Mus­tang Make­overs“ eine große Final­show in Aachen, bei der die Mus­tangs prä­sen­tiert und ver­stei­gert wer­den. Keine leichte Auf­gabe, denn die Pferde ken­nen aus den USA nur die freier Wild­bahn. Doch das US‐Landesverwaltungsamt bringt jedes Jahr tau­sende Mus­tangs in Auf­fang­sta­tio­nen unter, um ihre wei­tere Ver­meh­rung zu ver­hin­dern. Im Rah­men der Mustang‐Challenge bekom­men drei die­ser Pferde bei unse­ren Trai­ne­rin­nen eine neue Per­spek­tive. In der nächs­ten Woche beginnt ihre Her­aus­for­de­rung: Anna (20 Jahre) trai­niert im nie­der­säch­si­schen Ovel­gönne Pferde. Die Arbeit mit den Tie­ren ist für sie Beru­fung. Ihr neuer Mus­tang hat frü­her eine ganze Herde ange­führt. Maya (32) aus Groß­bar­kau bei Kiel ist Pfer­de­wirt­schafts­meis­te­rin und trai­niert Pferde für Film‐ und Fern­seh­pro­duk­tio­nen. Ihr neuer Mus­tang muss zwar nicht ans Film­set, aber bei der gro­ßen Final­show möchte sie das Kön­nen des Tiers gern in einem aus­ge­klü­gel­ten Auf­tritt prä­sen­tie­ren. Con­stanze (38) aus Neu‐Drefahl in Mecklenburg‐Vorpommern lebt für Pferde. Die Arbeit mit Mus­tangs ist für sie etwas ganz Neues. Freut Euch auf ein Pferde‐Abenteuer auf dem Land von der Ankunft der wil­den Pferde über Trai­nings bis hin zum gro­ßen Finale – immer sonn­tags auf’m Mustang!

Erst­aus­strah­lung

Sen­der

Länge

FSK

2022

NDR / Youtube

15:00 min

0 Jahre

28 Mrz 2022

Die Nordreportage: Naturschutz mit der Kettensäge

Die Nordreportage: Naturschutz mit der Kettensäge

Förs­ter Domi­nik Sucker‐Weiß plant einen Land­schafts­um­bau, den es so noch nicht gege­ben hat: Auf dem ehe­ma­li­gen Trup­pen­übungs­platz in der Nähe von Cux­ha­ven soll das größte zusam­men­hän­gende Hei­de­ge­biet der deut­schen Nord­see­küste rena­tu­riert wer­den. Doch dafür müs­sen Tau­sende Bäume und Sträu­cher weichen.

Lär­chen und Schwarz­kie­fern dien­ten auf dem Trup­pen­übungs­platz über Jahr­zehnte als mili­tä­ri­scher Sicht­schutz. Nun müs­sen die gro­ßen Bäume para­do­xer­weise für den Natur­schutz gefällt wer­den. Mit schwe­rem Gerät wird der seit 20 Jah­ren ver­las­sene Trup­pen­übungs­platz nun abge­holzt. Und auch tie­ri­sche Hel­fer wie Wild­pferde und Heck­rin­der arbei­ten mit, sie ver­nich­ten die wuchernde Trau­ben­kir­sche, damit hier die ursprüng­li­che Küs­ten­land­schaft aus Watt, Moor und Heide wie­der ent­ste­hen kann.

Ein Kraft­akt für den Förs­ter und sein Team. Denn das Gelände wurde schon zu Kai­ser­zei­ten mili­tä­risch genutzt, über­all lau­ern Alt­las­ten aus 150 Jah­ren Waf­fen­nut­zung und über­all ste­hen noch mili­tä­ri­sche Bau­werke. Sie müs­sen abge­ris­sen wer­den, ohne die umlie­gende wilde Natur zu zer­stö­ren. Sucker‐Weiß bekommt Unter­stüt­zung von enga­gier­ten Großstädter*innen, frei­wil­li­gen Landschaftspfleger*innen und ört­li­chen Landwirt*innen.

“Die Nord­re­por­tage” beglei­tet Förs­ter Domi­nik Sucker‐Weiß über drei Jah­res­zei­ten bei einem ein­zig­ar­ti­gen Naturum­bau, der vol­ler Her­aus­for­de­run­gen steckt.

Sen­de­zeit

Erst­aus­strah­lung

Sen­der

Länge

Genre

18:15 Uhr

2022

NDR

30:00 min

Repor­tage

28 Mrz 2022

Heimreise in den Krieg

Heimreise in den Krieg

Am neun­ten Kriegs­tag kann der Ukrai­ner Volo­dymyr Skvortsov aus Nor­den­ham an der Unter­we­ser die Bil­der aus sei­ner Hei­mat nicht mehr ertra­gen. Der 36‐jährige lässt Frau, Kin­der und sein siche­res Leben in Deutsch­land zurück, um in der Ukraine zu hel­fen, not­falls sogar zu kämp­fen. Er ent­schei­det sich für sein Hei­mat­land, das er als 16‐jähriger ver­las­sen hat.

Als Volo­dymyr die Grenze über­quert, kom­men ihm mas­sen­haft Geflüch­tete ent­ge­gen. Der Krieg wirft seine Schat­ten bis in den Wes­ten. Mil­lio­nen Ukrai­ne­rin­nen und Ukrai­ner sind geflo­hen und noch auf der Flucht. Der Bahn­hof in Lem­berg ist vol­ler Men­schen aus Char­kiw, Cher­son und ande­ren bela­ger­ten Städ­ten. Sie erzäh­len von ihren Erleb­nis­sen: Bom­ben, Hun­ger und dem Leben in dunk­len Kellern.

Die Reise mit einem Auto und einem Anhän­ger, voll­ge­packt mit Hilfs­gü­tern, führt Volo­dymyr nach Tscher­wo­no­grad, wo er gebo­ren ist, ost­wärts bis Chmel­nyz­kyj und in die west­ukrai­ni­sche Metro­pole Lviv (Lem­berg) – bis in die frisch aus­ge­ho­be­nen Schüt­zen­grä­ben rund um die Stadt.

InT­scher­wo­no­g­rad­hat Volo­dymyr noch eine Woh­nung. Er hat sie Geflüch­te­ten über­las­sen. Beim Besuch sei­ner Geburts­stadt erzäh­len sie von ihren Erleb­nis­sen. Volo­dymyr wird eine Woche lang brau­chen, um ihre Aus­reise nach Deutsch­land in einem Klein­bus zu organisieren.

Der 36‐Jährige über­legt, ob er sel­ber zur Waffe grei­fen soll, um die Ukraine zu ver­tei­di­gen. An der Rekru­tie­rungs­stelle steht er lange und schaut auf die Schlange von Frei­wil­li­gen, dar­un­ter Väter mit ihren Söh­nen. Volo­dymyr wird regis­triert, aber nicht ein­ge­zo­gen, denn er hat keine mili­tä­ri­sche Aus­bil­dung und Erfah­rung. Aus der gan­zen Welt haben sich qua­li­fi­zier­tere Kämp­fer gemeldet.

Schließ­lich wird Volo­dymyr in der Ukraine blei­ben, um Lie­fe­run­gen von Hilfs­gü­tern zu koor­di­nie­ren und zu Bedürf­ti­gen zu bringen.

Nach acht­tä­gi­ger, gemein­sa­mer Reise an den Rand des Krie­ges kehrt Kame­ra­mann Wil­liam Dubas mit einer Gruppe Geflüch­te­ter nach Deutsch­land zurück. Volo­dymyr beglei­tet die Gruppe bis zur pol­ni­schen Grenze. Seine Frau Katja ist 16 Stun­den gefah­ren, um ihn für wenige Minu­ten in die Arme neh­men zu kön­nen. Kei­ner kann sagen, wann die nächste Gele­gen­heit dazu sein wird. Volo­dymyr will gleich wie­der zurück nach Tscher­wo­no­grad. Er muss sei­nem Land helfen.

„Heim­reise in den Krieg“ von Wil­liam Dubas und János Kereszti ist eine Repor­tage über Lebens­ent­schei­dun­gen in Zei­ten des Krieges.

Eine Pro­duk­tion von Film­team Papst­ein in Zusam­men­ar­beit mit Bre­me­dia Pro­duk­tion im Auf­trag von Radio Bre­men (Redak­tion Tho­mas von Böt­ti­cher) für Das Erste und die ARD Media­thek 2022.

Sen­de­zeit

Erst­aus­strah­lung

Sen­der

Länge

Genre

20:30 Uhr

2022

Das Erste

43:00 min

Repor­tage

21 Jan 2022

Im Rausch – Christiane F. — Wir Kinder vom Bahnhof Zoo

Im Rausch – Christiane F. — Wir Kinder vom Bahnhof Zoo

Als der Spiel­film „Chris­tiane F. – Wir Kin­der vom Bahn­hof Zoo“ 1981 seine Pre­miere in den deut­schen Kinos fei­ert, kom­men viele Men­schen erschüt­tert aus der Vor­füh­rung. Nie zuvor wur­den Dro­gen­sucht, Ent­zug und Pro­sti­tu­tion so radi­kal dar­ge­stellt. Vor allem die Kinder-Darsteller*innen Natja Brunck­horst und Tho­mas Hau­stein beein­dru­cken das Publi­kum nachhaltig.

Es sind die 80er Jahre in West‐Berlin – eine fas­zi­nie­rende Jugend­kul­tur ent­wi­ckelt sich in der Stadt, in der es weder eine Sperr­stunde noch Gren­zen zu geben scheint – obwohl sie eine meter­hohe Mauer umgibt.

Am Bahn­hof Zoo – dem Zen­trum West‐Berlins– herrscht das Elend vor. Hier ver­brin­gen Fixer*innen ihren All­tag, viele davon noch Kin­der. Chris­tiane F. ist eines davon. Sie erzählt zwei Jour­na­lis­ten ihre Geschichte. Scho­nungs­los und unge­schönt. Das Buch mit ihrer Geschichte wird ein Best­sel­ler und kurz dar­auf wird dar­aus der erfolg­reichste Film der 80er Jahre ent­ste­hen. Dem Spiel­film gelingt mit sei­ner radi­ka­len Bild­spra­che und moder­nen Dra­ma­tur­gie eine Rezep­tion bis ins Heute.

Die Doku­men­ta­tion geht der Frage nach, wie die Geschichte von einem Mäd­chen, das sein Leben an Dro­gen und Sex ver­liert, ein Mei­len­stein in Lite­ra­tur und Kino wer­den konnte und zeich­net den dama­li­gen Zeit­geist nach. Nie zuvor ver­öf­fent­li­che Casting‐Aufnahmen und Stim­men von einem Groß­teil der dama­li­gen Crew wie dem Regis­seur Uli Edel, dem Dreh­buch­au­to­ren Her­man Weigel, dem Pro­du­zen­ten Hans Weth und dem Dar­stel­ler Tho­mas Hau­stein erzäh­len von den schwie­ri­gen Bedin­gun­gen bei den Dreh­ar­bei­ten, von der Mit­wir­kung David Bowies und dem Umgang mit dem Erfolg.

Sen­de­zeit

Erst­aus­strah­lung

Sen­der

FSK

22:20 Uhr

2022

ARTE

12 Jahre

21 Jan 2022

NDR Nordreportage — Mit Blaulicht durch die Silvesternacht

NDR Nordreportage – Mit Blaulicht durch die Silvesternacht

Sil­ves­ter in Nord­deutsch­land: Für Ret­tungs­dienst, Poli­zei und Feu­er­wehr die stres­sigste Nacht des Jah­res. Wäh­rend alle ande­ren fei­ern, sor­gen die Ein­satz­kräfte in Bre­men, Han­no­ver und Lüne­burg dafür, dass die Men­schen sicher sind oder ver­sorgt werden.

In kei­ner ande­ren Nacht des Jah­res gibt es so viele Ein­sätze in so kur­zer Zeit.
Ab kurz vor Mit­ter­nacht lau­fen die Anrufe in den Ein­satz­zen­tra­len sekünd­lich ein. Nicht ansprech­bare Per­so­nen oder pöbelnde Fei­ernde, bren­nende Müll­con­tai­ner oder lodernde Dach­stühle, die Ein­satz­kräfte von Poli­zei, Feu­er­wehr und dem Ret­tungs­dienst ste­hen in die­ser Nacht der Nächte im Dau­er­ein­satz. In Han­no­ver die Poli­zei, in Bre­men die Feu­er­wehr und in Lüne­burg der Ret­tungs­dienst — viele Ein­sätze in jeder Stadt, die par­al­lel zu bewerk­stel­li­gen sind. Nicht nur seit Corona sto­ßen die Beam­ten immer wie­der auf Unver­ständ­nis oder wer­den gar bedroht. Kein Wun­der, sie müs­sen zum Wohl der Men­schen Stra­ßen sper­ren, Par­tys auf­lö­sen oder die Woh­nung beim Lösch­ein­satz auf­bre­chen. Die Frauen und Män­ner der Ret­tungs­ein­sätze müs­sen den­noch die Ruhe bewah­ren, wenn die ers­ten und ver­rück­tes­ten Stun­den des Jah­res anbre­chen – denn alle wis­sen: Jede Sekunde kann Leben retten!

Die Nord­re­por­tage beglei­tet die Blaulicht-Held*innen der Bre­mer Feu­er­wehr, der Poli­zei Han­no­ver und des RTWs Lüne­burg durch die Sil­ves­ter­nacht und ist haut­nah bei den Ein­sät­zen dabei.

Sen­de­zeit

Erst­aus­strah­lung

Sen­der

Länge

FSK

18:15 Uhr

2022

NDR

43:00 min

12 Jahre