Kategorie: Allgemein

05 Nov 2021

3nach9 im November

Mul­ti­ta­lent Rein­hold Beck­mann: Sport­mo­de­ra­tor, Talkshow‐Gastgeber, Doku­men­tar­fil­mer, Pro­du­zent und Musi­ker – die Inter­es­sens­ge­biete des gebür­ti­gen Twistrin­ger sind viel­fäl­tig. Gerade hat der Jour­na­list der leben­den Legende Uwe See­ler ein fil­mi­sches Denk­mal gesetzt. Uwe See­ler, eine der ganz gro­ßen Per­sön­lich­kei­ten der Geschichte der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land fei­ert am 5. Novem­ber sei­nen 85. Geburts­tag und ist schon lange mit Rein­hold Beck­mann befreun­det. Wel­che Bedeu­tung „Uns Uwe” für unser Land hat, ob es sol­che Sport­ler­per­sön­lich­kei­ten heute über­haupt noch gibt und wel­chen Her­aus­for­de­run­gen sich Rein­hold Beck­mann in unmit­tel­ba­rer Zukunft stel­len wird, berich­tet er bei 3nach9.

Außer­dem begrü­ßen Judith Rakers und Gio­vanni di Lorenzo bei 3nach9 am Frei­tag, 5. Novem­ber 2021, im NDR/Radio Bremen‐Fernsehen:

Nata­lia Wörner
Zuletzt schal­te­ten mehr als fünf Mil­lio­nen Zuse­hende ein, um sie als Diplo­ma­tin in der gleich­na­mi­gen ARD‐Reihe zu sehen: Die Schau­spie­le­rin Nata­lia Wör­ner. Die gebür­tige Schwä­bin ist die Erfolgs­ga­ran­tin, wenn es um anspruchs­volle Fern­seh­filme geht. Ihr neu­es­tes Werk wid­met sie allen, die wäh­rend der Corona‐Pandemie in pfle­ge­ri­schen Beru­fen arbei­ten. Ihr Enga­ge­ment, auch für die Rechte von Frauen, ist der Sym­pa­thie­trä­ge­rin schon in ihrer Kind­heit mit­ge­ge­ben wor­den. Sie wuchs in einem Mehrgenerationen‐Haushalt unter star­ken Frauen auf. Wie fan­den die es, dass die Schul­bio­gra­fie von Nata­lia Wör­ner eher „ver­sprengt“ war – und was genau hat das zu bedeu­ten? Das fragt 3nach9.

Harald Wel­zer
„Man muss recht­zei­tig einen Nach­ruf auf sich selbst schrei­ben, damit man weiß, wie man gelebt haben will“, sagt einer der streit­bars­ten Intel­lek­tu­el­len Deutsch­lands: Harald Wel­zer. Der Sozio­loge und Sozi­al­psy­cho­loge macht sich mit viel Witz Gedan­ken über eine offe­nere Gesell­schaft. Sein Credo: Durch Weg­las­sen und Auf­hö­ren kön­nen wir unser Leben bes­ser machen. Ob dazu auch eine Vier‐Tage‐Woche gehört, wie kürz­lich in Island getes­tet, und was seine Ide­al­vor­stel­lung von Leben bedeu­tet, erklärt der Direk­tor der Futurzwei–Stiftung Zukunfts­fä­hig­keit und Pro­fes­sor für Trans­for­ma­ti­ons­de­sign an der Uni­ver­si­tät Flens­burg im Novem­ber bei 3nach9.

Fer­di­nand von Schirach
Seine Bücher: Best­sel­ler. Seine Spra­che: fes­selnd. Seine Gedan­ken: klug. Der frü­here Straf­ver­tei­di­ger und Autor Fer­di­nand von Schi­rach regt immer wie­der zum Nach­den­ken an. Für sein aktu­el­les Pro­jekt trans­por­tiert er die soge­nann­ten „Worm­ser Pro­zesse“ für eine TV‐Serie in die Gegen­wart. In den 1990er Jah­ren wur­den in Worms 25 Per­so­nen des mas­sen­haf­ten Kin­des­miss­brauchs im Rah­men eines Por­no­rings ange­klagt – und schließ­lich frei­ge­spro­chen. In dem ver­film­ten Jus­tiz­skan­dal, das Dreh­buch­au­tor von Schi­rach „Glau­ben“ nennt, wird in den Sozia­len Medien bereits die For­de­rung nach der Wie­der­ein­füh­rung der Todes­strafe für Kin­der­schän­der laut. Fer­di­nand von Schi­rach unter­sucht auf fes­selnde Weise, wie man einem mit Vor­ur­tei­len und Pau­scha­li­sie­run­gen ver­gif­te­ten Klima kri­ti­sche Ver­nunft ent­ge­gen­set­zen kann.

Alfons
Die Frank­fur­ter All­ge­meine Zei­tung nennt ihn „der Deut­schen liebs­ter Fran­zose“: Emma­nuel Peter­falvi, bes­ser bekannt als TV‐Reporter Alfons. Mar­ken­zei­chen: oran­ge­far­bene Trai­nings­ja­cke und Puschel­mi­kro­fon. Der Kaba­ret­tist, gebo­ren in Paris, wurde unlängst mit dem deutsch‐französischen Freund­schafts­preis der saar­län­di­schen Lan­des­re­gie­rung aus­ge­zeich­net. Seine Beweg­gründe, warum er vor genau 30 Jah­ren nach Deutsch­land kam, wel­chen Rat­schlag ihm seine Leh­re­rin Madame Pey­rat mit­gab und wel­che Rolle der Con­cierge im Haus Nr. 13 in der Rue des Lyon­nais spielte, erzählt der Geschich­ten­er­zäh­ler und Puschel‐Philosoph bei 3nach9.

Edda Schön­herz
Edda Schön­herz war ein Star des DDR‐Fernsehens. Als Mode­ra­to­rin galt sie lange als Aus­hän­ge­schild des SED‐Regimes. Doch sie wurde inhaf­tiert, nach­dem sie sich nach einer Mög­lich­keit erkun­digte, mit ihren Kin­dern die DDR zu ver­las­sen. Es folg­ten drei Jahre Haft im berüch­tig­ten Frau­en­gefäng­nis Hohen­eck, in denen sie ihre Kin­der nicht sehen durfte und täg­li­cher Fol­ter und Demü­ti­gung aus­ge­setzt war. Zwei Jahre nach der Haft­ent­las­sung gelang der Fami­lie schließ­lich die Aus­reise in den Wes­ten – beim Baye­ri­schen Rund­funk arbei­tete Edda Schön­herz fortan als Mode­ra­to­rin. Mehr als 40 Jahre ist das nun her, ver­ges­sen wer­den darf es aller­dings nie! Edda Schön­herz ist eine Frau, die von Deutsch­land nach Deutsch­land wollte – dar­über berich­tet die Zeit­zeu­gin bei 3nach9.

26 Okt 2021

Drehstart für „Tatort: Das Ende der Zuversicht“ (AT)

Drehstart für „Tatort: Das Ende der Zuversicht“ (AT)

Am Diens­tag (26.10.) star­ten die Dreh­ar­bei­ten für den neuen „Tat­ort: Das Ende der Zuver­sicht“ (AT) von Radio Bre­men in Bremen.

Die Bre­mer Kom­mis­sa­rin­nen Liv Moor­mann (Jasna Fritzi Bauer) und Linda Selb (Luise Wolf­ram) haben es auf den ers­ten Blick mit dem Selbst­mord einer psy­chisch Kran­ken zu tun. Nach einem Woh­nungs­brand wird die Lei­che einer Frau gefun­den – in einem ver­schlos­se­nen Schlaf­zim­mer im Hoch­zeits­kleid, auf der Wand die kryp­ti­sche Nach­richt, der Teu­fel spre­che durch die Wände und wolle jeman­den holen. Es stellt sich her­aus, dass die klei­nen Töch­ter der Frau nach der Schule ver­schwun­den und unauf­find­bar sind. Was ist den Mäd­chen wider­fah­ren? Hat sie „der Teu­fel“ geholt? Den Ermitt­le­rin­nen wird klar, dass der Tod der Frau nicht das ein­zige Unglück blei­ben wird, wenn sie nicht schnell reagie­ren. Es ist ein Lauf gegen die Zeit, denn Zeu­gen ster­ben, bevor die Kom­mis­sa­rin­nen ihre Fra­gen stel­len kön­nen. Liv Moor­mann muss sich ihren Dämo­nen stel­len, um gemein­sam mit Linda Selb her­aus­zu­fin­den, wer der Teu­fel ist. Nur so kön­nen sie die ver­schwun­de­nen Kin­der finden.

Das Buch hat Mar­tina Mouchot geschrie­ben. Regie führt Anne Zohra Ber­ra­ched. Der „Tat­ort: Das Ende der Zuver­sicht“ (AT) wird von der Bre­me­dia Pro­duk­tion im Auf­trag von Radio Bre­men für die ARD pro­du­ziert. Die Dreh­ar­bei­ten dau­ern vor­aus­sicht­lich bis zum 24. Novem­ber 2021 und fin­den u.a. .in der Bre­mer Innen­stadt, im Hafen und in Ober­neu­land statt. Zu sehen ist „Tat­ort: Das Ende der Zuver­sicht“ (AT) im Som­mer 2022 im Ersten.

„Tatort: Und immer gewinnt die Nacht“ am 12. Dezember im Ersten

Ein Wie­der­se­hen mit den Bre­mer Ermitt­lern Liv Moor­mann (Jasna Fritzi Bauer), Mads Ander­sen (Dar Salim) und Linda Selb (Luise Wolf­ram) gibt es schon am Sonn­tag, 12. Dezem­ber 2021, um 20:15 Uhr im Ers­ten. Im „Tat­ort: Und immer gewinnt die Nacht“ geht es um Arzt, der im Bre­mer Hafen über­fah­ren gefun­den wird. Zunächst wird kein Motiv erkenn­bar, die Spu­ren im Umfeld des Toten lau­fen ins Leere. Moor­mann, Selb und Ander­sen ermit­teln akri­bisch wei­ter und fin­den eine Reihe von Ver­däch­ti­gen: die Arzt­hel­fe­rin Kirs­ten Beck (Lisa Jopt), die Akti­vis­tin­nen Ann Gel­sen und Vicky Auf­ho­ven (Anna Bach­mann und Fran­ziska von Hars­dorf) und Char­lotte Auf­ho­ven (Karo­line Eich­horn), die Che­fin eines einst noblen Fami­li­en­un­ter­neh­mens. Sie alle haben viel zu ver­ber­gen, denn sie haben viel zu verlieren.

 

Bild: Radio Bre­men / Clau­dia Konerding

22 Sep 2021

Der Geist im Glas beim SCHLINGEL‐Festival

Mit außer­ge­wöhn­li­chen und brand­neuen Pro­duk­tio­nen, lockt das Inter­na­tio­nale Film­fes­ti­val für Kin­der und jun­ges Publi­kum SCHLiN­GEL, vom 9. bis zum 16. Okto­ber wie­der in die Chem­nit­zer Kinos.

Ins­ge­samt wer­den 193 Kurz‐ und Lang­filme aus fast 50 Län­dern in der Fes­ti­val­wo­che prä­sen­tiert. 77 lange und 116 kurze kon­kur­rie­ren in den Wett­be­werbs­ka­te­go­rien Kin­der­film, Junior­film, Jugend­film, Ani­ma­ti­ons­film, Blick­punkt Deutsch­land sowie Kurz­film um die begehr­ten Trophäen.

Am 13. Okto­ber, um 17:30 Uhr lässt sich im Rah­men die­ses Film­fes­ti­vals, unser Mär­chen Der Geist im Glas im Cine­Star Gale­rie Roter Turm, in der Kate­go­rie “Blick­punkt Deutsch­land bewun­dern. Wir drü­cken die Dau­men und wün­schen Toi, toi, toi…

15 Sep 2021

Gottesdienst aus Bremen

Die ARD über­trägt am Refor­ma­ti­ons­tag (31. Okto­ber) einen evan­ge­li­schen Fern­seh­got­tes­dienst aus Bremen.

Das Motto lau­tet „Sei wie Du bist! — Ich bin so frei!“. Dabei gehe es um die Frage, ob die Frei­heit des Glau­bens, die Mar­tin Luther vor gut 500 Jah­ren pro­kla­miert habe, in unse­rer Zeit noch wirke.

Wie leben Chris­tin­nen und Chris­ten ihren Glau­ben im All­tag? Kön­nen sie Schick­sals­schläge bes­ser bewäl­ti­gen, weil sie glau­ben? Hilft der christ­li­che Glaube und macht freier? Um diese Fra­gen soll es wäh­rend des Got­tes­diens­tes gehen, in dem Frauen und Män­ner aus Bre­mer Gemein­den zu Wort kom­men. Der Got­tes­dienst wird von 10 bis 11 Uhr aus der refor­mier­ten Kir­che in Bremen‐Aumund übertragen.

Am Refor­ma­ti­ons­tag erin­nern Pro­tes­tan­ten in aller Welt an die Anfänge der evan­ge­li­schen Kir­che vor rund 500 Jah­ren. Die vom dama­li­gen Augus­ti­ner­mönch Mar­tin Luther (1483–1546) um den 31. Okto­ber 1517 von Wit­ten­berg aus ver­brei­te­ten 95 The­sen gegen kirch­li­che Miss­stände wur­den zum Aus­gang einer christ­li­chen Erneue­rungs­be­we­gung. Die von Luther gefor­der­ten Refor­men führ­ten nicht nur zur Grün­dung der evan­ge­li­schen Kir­chen, auch die römisch‐katholische Kir­che hat sich seit­dem grund­le­gend reformiert.

Der Refor­ma­ti­ons­tag ist in den öst­li­chen Bun­des­län­dern — außer Ber­lin — gesetz­li­cher Fei­er­tag. 2018 haben Bre­men, Ham­burg, Nie­der­sach­sen und Schleswig‐Holstein den Refor­ma­ti­ons­tag zu einem neuen, zusätz­li­chen gesetz­li­chen Fei­er­tag erklärt. Damit ist in neun Bun­des­län­dern an die­sem Tag arbeits­frei. Zum 500. Jah­res­tag der Refor­ma­tion am 31. Okto­ber 2017 war der Tag ein­ma­lig bun­des­weit arbeitsfrei.

Pro­du­ziert wird die Live‐Übertragung von der Bre­me­dia Produktion.

07 Sep 2021

Rosch Haschana kurz erklärt!

Mit­ten im Herbst Neu­jahr fei­ern? Das geht: Feiertags‐Reporterin Eli­sa­beth besucht Elias in Olden­burg, um alles über das jüdi­sche Neu­jahrs­fest Rosch Hasch­ana zu erfah­ren. Er zeigt ihr ein jüdi­sches Gebets­haus und singt auf Hebrä­isch aus dem hei­li­gen Buch, der Tora, vor. Aber wel­che Rolle spie­len ein Wid­der­horn und ein Fisch­kopf am Neu­jahrs­fest? Und wieso taucht Elias plötz­lich unter Was­ser? Eli­sa­beth fin­det es in die­sem tol­len For­mat raus.

Unter https://www.kika.de/zeig-mir-feiertage/rosch-haschana-kurz-erklaert-102.html könnt Ihr Euch die Sen­dung in vol­ler Länge anse­hen. Viel Spaß! 🙂

07 Sep 2021

Bombenstimmung!

Für das Abriss­un­ter­neh­men Pran­gen­berg & Zaum duf­ten wir am ver­gan­ge­nen Sonn­tag, die Spren­gung des “Wei­ßen Rie­sen” in Duis­burg begleiten.

50.000 Ton­nen schwer, 63 Meter hoch und 90 Meter lang. Nur 20 Sekun­den dau­erte die Spren­gung des Hoch­hau­ses, wel­ches nun einem Stadt­park wei­chen muss.

Am 24. März 2019 wurde der erste “Weiße Riese” des Wohn­parks Hoch­heide, wie die Sied­lung offi­zi­ell heißt, gesprengt. Auch die­ser musste zuvor wegen Sicher­heits­män­geln geräumt werden.

Die Hoch­haus­sied­lung in Hoch­heide gilt heute als sozia­ler Brenn­punkt. Vor fast 50 Jah­ren, 1974, wur­den die ins­ge­samt sechs Beton­rie­sen mit bis zu 20 Stock­wer­ken fer­tig­ge­stellt. Drei der Rie­sen bestan­den aus je 160 Woh­nun­gen, die ande­ren drei aus je 320 Wohnungen.

01 Sep 2021

3nach9 am 10. September

Zur September‐Ausgabe der Radio Bremen‐Talkshow 3nach9 haben Judith Rakers und Gio­vanni di Lorenzo bereits fol­gende Gäste zugesagt:

Bülent Cey­lan
Bülent Cey­lan zählt zu den ganz gro­ßen Komi­kern unse­res Lan­des. Seine Geschwis­ter rie­ten ihm jedoch zu Beginn sei­ner Kar­riere, sich einen ande­ren Namen zuzu­le­gen. Bei 3nach9 erin­nert sich der Künst­ler an seine Kind­heit in Mann­heim und daran, wel­che Rolle Hel­mut Kohl und Boris Becker darin spiel­ten. Warum dem 45‐Jährigen Viel­falt und Iden­ti­tät, Hei­mat und Fami­li­en­werte wich­tig sind und ob er sich beim Head­ban­ging tat­säch­lich ein­mal die Nase gebro­chen hat, ver­rät er am 10. Sep­tem­ber in Bremen.

Mari­anne Koch
Sie ist Ärz­tin aus Lei­den­schaft: Mari­anne Koch stu­dierte gerade Medi­zin, als sie 1950 für den Film ent­deckt wurde. In zahl­rei­chen Rol­len ver­zau­berte sie ihr Publi­kum und avan­cierte schnell zum gefei­er­ten Star. Doch der Ruf der Medi­zin war lau­ter: Vor genau 50 Jah­ren wid­mete sie sich wie­der ihrem Her­zens­be­ruf – und bis heute lässt die Inter­nis­tin das Thema Gesund­heit nicht los. Im August fei­ert die Autorin und 3nach9‐Moderatorin der ers­ten Stunde ihren 90. Geburts­tag! Wie schafft diese außer­ge­wöhn­li­che Frau es nur so fit zu blei­ben? Was ist ihr Geheim­nis? Viel­leicht haben die 3nach9‐Fans Glück und sie ver­rät es bei 3nach9.

Peter Tau­ber
Als Gene­ral­se­kre­tär unter Angela Mer­kel managte Peter Tau­ber meh­rere Jahre die CDU. Wenn im Sep­tem­ber ein neuer Bun­des­tag gewählt wird, steht sein Name jedoch nicht mehr auf den Wahl­zet­teln. Der pro­mo­vierte His­to­ri­ker stieg nach schwe­rer Krank­heit und Not­ope­ra­tion aus dem Poli­tik­be­trieb aus und wid­met sich fortan, acht­sam gegen­über sich selbst, neuen Her­aus­for­de­run­gen. Auf­rich­tig hin­ter­fragt er bei 3nach9 die Schat­ten­sei­ten der Poli­tik, die sei­ner Ansicht nach auch geprägt sind von Über­las­tung und Bedenkenträgertum.

Igor Levit
Früh übt sich, wer ein Meis­ter wer­den will: Star­pia­nist Igor Levit hat bereits im Alter von drei Jah­ren das Kla­vier als sein Instru­ment für sich ent­deckt. Mitt­ler­weile gibt er welt­weit in den bes­ten Musik­hal­len umju­belte Kon­zerte. Und nicht nur das: Der gefei­erte Inter­pret enga­giert sich gegen Anti­se­mi­tis­mus und Ras­sis­mus. „Ich kann nur machen, woran ich glaube”, sagt er und wurde im ver­gan­ge­nen Jahr für sein vir­tuo­ses Spiel und sein Enga­ge­ment mit dem Bun­des­ver­dienst­kreuz ausgezeichnet.

Tanja Schö­nen­born und Rafael Fuchsgruber
Jog­ging ist in aller Munde. Aber wie weit, wo, wann und warum joggt es sich am bes­ten? Tanja Schö­nen­born und Rafael Fuchs­gru­ber ent­wi­ckeln dazu immer wie­der ihre eige­nen, ganz spe­zi­el­len Ideen. Zum Bei­spiel haben sich die Extrem­läu­fer vor­ge­nom­men, die Wüste Namib, eine der hei­ßes­ten Wüs­ten der Welt, zu durch­que­ren – 1.000 Kilo­me­ter in rund zwei Wochen. Gesagt, getan. Wie die Aben­teu­rer den ein­zig­ar­ti­gen Wüs­ten­lauf zusam­men erlebt haben und warum sich das Paar über­haupt dazu ent­schie­den hat, erzäh­len sie bei 3nach9.

15 Aug 2021

From Fame to Shame

Zu Beginn der 90er ent­fes­selt das Pop­duo Milli Vanilli welt­weit Begeis­te­rungs­stürme. Auch wenn es ver­ges­sen und ver­drängt ist: Bis heute sind Milli Vanilli die ein­zige deut­sche Band, der es gelang, gleich drei Nummer‐eins‐Titel in den ame­ri­ka­ni­schen Billboard‐Charts zu erzie­len und vom Michael‐Jackson‐Manager Sandy Gal­lin unter Ver­trag genom­men zu wer­den. Mit ihrem andro­gy­nen Äuße­ren, ihrer ein­gän­gi­gen musi­ka­li­schen Mischung aus Pop, Soul und Hip‐Hop sind sie damals abso­lut neu­ar­tig — und brin­gen eine ganze Genera­tion an Mäd­chen zum kol­lek­ti­ven Schwärmen.

Krö­nung der Kar­riere von Milli Vanilli ist die Grammy‐Verleihung in Los Ange­les. Dass ein in tiefs­ter deut­scher Pro­vinz pro­du­zier­tes Musik­pro­jekt musi­ka­li­sche — und modi­sche — Trends in den USA setzt, ist etwas noch nie Dage­we­se­nes. Als jedoch einige Monate spä­ter bekannt wird, dass Rob Pila­tus und Fab Mor­van nicht selbst sin­gen, ver­wan­delt sich das Pop­mär­chen rasch in einen der größ­ten Skan­dale der Musik­ge­schichte. Und für die bei­den Band­mit­glie­der in einen Alptraum.

Die Doku­men­ta­tion erzählt die Geschichte von Milli Vanilli aus der Innen­sicht und lässt alle maß­geb­lich Betei­lig­ten zu Wort kom­men: Wie sich Robert Pila­tus und Fab­rice Mor­van im Mün­chen der 80er Jahre anfreun­den und als “Empire Bizarre” erste musi­ka­li­sche Schritte wagen, wie der Pro­du­zent Frank Farian (Boney M.) sie ent­deckt und gemein­sam mit ihnen das per­fekte, inter­na­tio­nal ver­markt­bare Pop‐Produkt schafft und wie die bei­den sich schließ­lich in einer Mischung aus Selbst­über­schät­zung und Rin­gen um die eigene Würde mit ihrem Schöp­fer über­wer­fen und es zum Kon­flikt von bei­nahe mytho­lo­gi­scher Trag­weite kommt: Denn Rob Pila­tus und Fab Mor­van rebel­lie­ren, weil sie mit ihrer zuge­dach­ten Rolle als Playback‐Darsteller nicht län­ger zufrie­den sind und selbst die Stim­men über­neh­men wollen.

Ohne Schuld­zu­wei­sun­gen vor­zu­neh­men, macht die Doku­men­ta­tion deut­lich und erleb­bar, wie Fab Mor­van und Rob Pila­tus sich immer wei­ter ver­stri­cken, nach und nach die Boden­haf­tung ver­lie­ren und sich schließ­lich am stets grö­ßer wer­den­den Ruhm die Flü­gel ver­bren­nen. Gerade Robert Pila­tus über­iden­ti­fi­ziert sich im Ange­sicht des phä­no­me­na­len Erfolgs mit der Rolle des Super­stars. So ver­kün­det er 1990: “Musi­cally, we are more talen­ted than any Bob Dylan, Paul McCart­ney or Mick Jag­ger. I’m the new modern rock & roll. I’m the new Elvis.” Nach Auf­flie­gen des Skan­dals feh­len dem extro­ver­tier­ten, cha­ris­ma­ti­schen Pila­tus im Gegen­satz zum beson­ne­ne­ren Mor­van die Reser­ven, sich zu fan­gen. Er wird zu einem Ver­lo­re­nen. Und zumin­dest im Tod ein rich­ti­ger Rock­star: zuge­dröhnt und ein­sam in einem Hotelzimmer.

“Milli Vanilli: From Fame to Shame” war­tet mit zahl­rei­chen unver­öf­fent­lich­ten Archiv­auf­nah­men auf. Auch konnte der Film exklu­siv das letzte Inter­view zutage för­dern, das Robert Pila­tus fünf Wochen vor sei­nem Tod gege­ben hat und in dem er erstaun­lich klar und selbst­kri­tisch seine Kar­riere und sein Leben reflek­tiert. Neben Frank Farian und Fab­rice Mor­van kom­men unter ande­rem Roberts Stief­schwes­ter Car­men Pila­tus, die “rich­tige” Stimme Brad How­ell, der Mün­che­ner Pro­du­zent Wer­ner Schü­ler, der Musiker‐Fotograf Man­fred Esser und Milli Segieth zu Wort, die als künst­le­ri­sche Mana­ge­rin Robert und Fab­rice wäh­rend ihrer gesam­ten Kar­riere beglei­tete und der schließ­lich 1998 der trau­rige Part zufiel, den toten Robert Pila­tus zu finden.

20 Jul 2021

Eid Mubarak!

Eid Muba­rak — Ein geseg­ne­tes Opferfest!

Aber was genau wird eigent­lich zum Opfer­fest gefei­ert? Und wie wird das Opfer­fest gefei­ert? Feiertags‐Reporterin Eli­sa­beth fin­det es für uns raus.

Schaut Euch hier das Web‐Format in vol­ler Länge an!

https://www.kika.de/zeig-mir-feiertage/opferfest-kurz-erklaert-102.html