3nach9 am 30. Januar 2026


3nach9 am 30. Januar 2026

Am Frei­tag, den 30. Januar 2026, freuen sich Judith Rakers und Gio­vanni di Lorenzo in der Radio‐Bremen‐Talkshow 3nach9 wie­der auf span­nende Gäste.

Senta Berger und Simon Verhoeven

Hier kommt eines der krea­tivs­ten Mutter‐Sohn‐Gespanne der deutsch­spra­chi­gen Film­in­dus­trie: Schauspiel‐Ikone Senta Ber­ger und Regis­seur und Dreh­buch­au­tor Simon Ver­hoe­ven. Die Lein­wand­ad­ap­tion des auto­bio­gra­phi­schen Best­sel­lers von Joa­chim Mey­er­hoff haben beide für eine wei­tere beruf­li­che Zusam­men­ar­beit zum Anlass genom­men. Ende Januar kommt “Ach, diese Lücke, diese ent­setz­li­che Lücke” in die Kinos. Senta Ber­ger spielt die Groß­mutter des Haupt­dar­stel­lers, der an der Schau­spiel­schule Mün­chen seine Aus­bil­dung absol­viert. Kürz­lich hat die große Cha­rak­ter­dar­stel­le­rin ange­kün­digt, sich mit die­sem Film zurück­zie­hen zu wol­len. Bei 3nach9 erin­nert sich die gebür­tige Wie­ne­rin an ihr Schau­spiel­stu­dium am Max Rein­hardt Semi­nar. Warum ein klei­nes Sze­nen­foto in einer Wie­ner Tages­zei­tung sie das Stu­dium kos­tete, wie viele Ziga­ret­ten sie wäh­rend der aktu­el­len Dreh­ar­bei­ten unter der Regie ihres Soh­nes rau­chen musste und wel­che Erin­ne­run­gen sie an ihr ers­tes 3nach9‐Gespräch mit Gio­vanni di Lorenzo hat, berich­tet Senta Ber­ger gemein­sam mit ihrem Sohn Simon Ver­hoe­ven im Stu­dio an der Weser.

Bärbel Bas

Seit Mai 2025 ist Bär­bel Bas als Bun­des­mi­nis­te­rin für Arbeit und Sozia­les im Kabi­nett von Fried­rich Merz und seit Juni gemein­sam mit Lars Kling­beil Bun­des­vor­sit­zende der SPD. Bär­bel Bas gilt als boden­stän­dig, prag­ma­tisch, sach­lich und bür­ger­nah. Die lang­jäh­rige Sozi­al­po­li­ti­ke­rin und Gewerk­schaf­te­rin erlebt nicht nur eine beson­dere Auf­stiegs­ge­schichte in der SPD, sie gilt mitt­ler­weile als eine der mäch­tigs­ten Frauen der Par­tei. Über ihr Pri­vat­le­ben ist bekannt, dass sie in ihrer Frei­zeit gern Motor­rad fährt, Fuß­ball­fan des MSV Duis­burg ist und gern blu­tige Thril­ler zur Ent­span­nung liest. Ob ihre Hob­bys es schaf­fen, ihren Kopf von schar­fen Kri­ti­ken und Anfein­dun­gen frei zu machen? Wie sehr ist sie mit ihrer bis­he­ri­gen Amts­zeit in der Koali­tion zufrie­den? Glaubt sie an sichere Ren­ten und warum hat sich die gebür­tige Duis­bur­ge­rin über­haupt für den stei­ni­gen Weg in die Poli­tik ent­schie­den? Das erzählt die frü­here Prä­si­den­tin des Deut­schen Bun­des­ta­ges bei 3nach9.

Angelo Kelly

Er kommt zurück auf die Bühne! Nach dem Aus der Fami­li­en­band hat es ein wenig gedau­ert, bis Angelo Kelly sich als Künst­ler wie­der­ge­fun­den hat. Der Sän­ger kommt 1981 in Spa­nien als jüngs­ter Kelly‐Spross zur Welt und erlebt eine Kind­heit, die ihn bis heute prägt. Früh wird aus dem Stra­ßen­mu­si­ker ein gefei­er­ter Pop­star. Mit Lie­dern wie “An Angel” singt der heute 44‐Jährige sich in die Her­zen der Men­schen und wird gemein­sam mit sei­nem Vater und den zwölf Geschwis­tern zum musi­ka­li­schen Phä­no­men der 90er Jahre. Auch spä­ter steht die bekannte Fami­lie gern zusam­men auf der Bühne, bis Angelo sich zurück­zieht, um sei­nen eige­nen Stil zu fin­den. 2026 will der ehe­ma­lige Tee­nie­star durch­star­ten und sein Come­back fei­ern. Was für Gedan­ken er sich jen­seits der Öffent­lich­keit macht, wie seine Kin­der den neuen Angelo‐Stil fin­den und wie schwer es ihm gefal­len ist, sich von sei­nen lan­gen Haa­ren zu tren­nen, fragt 3nach9 den preis­ge­krön­ten irisch‐amerikanischen Musi­ker und Kom­po­nis­ten Angelo Kelly.

Klaus‐Peter Wolf

In Nord­deutsch­land gehö­ren er und seine Ostfriesland‐Krimis längst zum Kul­tur­gut. Der Best­sel­ler­au­tor Klaus‐Peter Wolf, der aus Gel­sen­kir­chen stammt und Ost­fries­land sein Zuhause nennt, fei­ert im kom­men­den Jahr ein Jubi­läum. Er ver­öf­fent­licht sei­nen 20. Kri­mi­nal­fall, in dem Ost­fries­lands berühm­teste Kom­mis­sa­rin Ann Kath­rin Klaa­sen vor der größ­ten Her­aus­for­de­rung ihrer Kar­riere steht. Der Schrift­stel­ler kann es selbst kaum glau­ben, dass vor genau 20 Jah­ren alles begann: vom Regio‐Krimischreiber zum Best­sel­ler­au­tor. Inzwi­schen hat er mehr als 15 Mil­lio­nen Bücher ver­kauft und die Ver­fil­mun­gen sei­ner Kri­mis lau­fen zur bes­ten Sen­de­zeit. Wie er auf die Reise der letz­ten zwei Jahr­zehnte zurück­blickt, was ihn inspi­riert und ob er schon an einer neuen Geschichte arbei­tet, will 3nach9 von Klaus‐Peter Wolf in der Januar‐Ausgabe erfahren.

Silke Müller

Die lang­jäh­rige und ehe­ma­lige Schul­lei­te­rin Silke Mül­ler, aus der Nähe von Olden­burg, beschäf­tigt sich nicht nur damit, was mas­si­ver Han­dy­kon­sum mit Kin­dern und Jugend­li­chen macht. Sie kennt sich mit Gefah­ren, die im Netz lau­ern, bes­tens aus und for­dert die Nut­zung von Social Media bei­spiels­weise erst ab 15 oder 16 Jah­ren zu gestat­ten. Silke Mül­ler weiß aber auch, wie künst­li­che Intel­li­genz (KI) Kin­dern scha­den, sie aber auch klü­ger machen kann. Die erste Digi­tal­bot­schaf­te­rin Nie­der­sach­sens warnt in ihrem neu­es­ten Buch “Schule gegen Kin­der” nun auch davor, dass das deut­sche Schul­sys­tem mit Blick auf marode Gebäude, ver­al­tete Lehr­pläne, unglei­che Chan­cen, über­for­derte Kin­der und aus­ge­brannte Leh­rer, am Abgrund steht. Bei 3nach9 erklärt die Bil­dungs­exper­tin und Best­sel­ler­au­torin außer­dem, warum das deut­sche Schul­sys­tem unge­recht ist, Kin­dern die Lebens­chan­cen raubt und sie ein radi­ka­les, zukunfts­si­che­res Umden­ken fordert.

Peter Bollhagen und Amar Bilal

Peter Boll­ha­gen ist Chef eines bre­mi­schen Male­rei­be­triebs und selbst mit dem Pin­sel in der Hand groß gewor­den. Bereits seine Eltern besa­ßen einen Maler­be­trieb, in das Hand­werk ist er “quasi hin­ein­ge­wach­sen”. Heute besteht sein Team haupt­säch­lich aus Men­schen mit Migra­ti­ons­hin­ter­grund: “Ohne Zuwan­de­rer müsste ich mei­nen Laden mor­gen dicht machen”, so Boll­ha­gen, der außer­dem Mit­glied der FDP und Lan­des­vor­sit­zen­der der Arbeits­ge­mein­schaft Selbst­stän­di­ger Unter­neh­mer ist: “Teil­weise haben hier bis zu zwölf ver­schie­dene Natio­nen gear­bei­tet, aktu­ell sind es zehn Men­schen aus aller Welt. Wir sind ein sehr bun­tes Team.” Amar Bilal ist 2015 aus Syrien nach Deutsch­land geflo­hen. Auch er stammt aus einer Maler­fa­mi­lie. Heute wird der 28‐Jährige als künf­ti­ger Teil­ha­ber gehan­delt: “Kei­ner hätte je geglaubt, dass ich das schaf­fen kann.” Bilal ist seit 2018 im Betrieb, hat dort seine drei­jäh­rige Aus­bil­dung absol­viert und den Maler­ge­sel­len gemacht. Deutsch­land nennt er seine zweite Hei­mat: “Ich möchte auf jeden Fall in Deutsch­land ster­ben.” Wie Peter Boll­ha­gen und Amar Bilal die Stim­mung im Land gegen­über Zuwan­de­rern wahr­neh­men, was es braucht, um einen Hand­wer­ker­be­trieb heute erfolg­reich zu füh­ren und wes­halb Amar trotz gelun­ge­ner Inte­gra­tion immer noch große Angst hat, das Land ver­las­sen zu müs­sen, erzäh­len die Bei­den bei 3nach9.

Die Sen­dung wird am 30. Januar 2026 ab 22:00 Uhr im NDR/Radio Bre­men Fern­se­hen und hr ausgestrahlt.