3nach9 am 27. Februar 2026


3nach9 am 27. Februar 2026

In der Februar‐Ausgabe freuen sich Judith Rakers und Gio­vanni di Lorenzo in der Radio‐Bremen‐Talkshow 3nach9 wie­der auf span­nende Gäste.

Die Sen­dung wird am 27. Februar 2026 ab 22:00 Uhr im NDR/Radio Bre­men Fern­se­hen, WDR  und hr Fern­se­hen ausgestrahlt.

Ferdinand von Schirach

Er ist ein prä­zi­ser Beob­ach­ter der mensch­li­chen Abgründe mit einer lei­sen, aber ein­dring­li­chen Stimme: Fer­di­nand von Schi­rach. Der deut­sche Straf­ver­tei­di­ger und Schrift­stel­ler wird 1964 in Mün­chen gebo­ren und wächst in einer tra­di­ti­ons­rei­chen, poli­tisch und kul­tu­rell gepräg­ten Fami­lie auf. Nach dem Stu­dium der Rechts­wis­sen­schaf­ten in Bonn grün­det er eine eigene Kanz­lei und arbei­tet viele Jahre als Straf­ver­tei­di­ger – Erfah­run­gen, die seine aus­drucks­star­ken Werke maß­geb­lich prä­gen. Sein lite­ra­ri­scher Durch­bruch gelingt ihm 2009 mit dem Erzähl­band „Ver­bre­chen“, in dem er reale Fälle in eine nüch­terne, fast kühle Spra­che über­setzt und dabei große Fra­gen nach Schuld, Ver­ant­wor­tung und Moral stellt. Es fol­gen erfolg­rei­che Bücher wie „Schuld“, „Der Fall Col­lini“ oder „Kaf­fee und Ziga­ret­ten“, die inter­na­tio­nal gele­sen und viel­fach ver­filmt oder für die Bühne adap­tiert wer­den. Fer­di­nand von Schi­rach stellt das deut­sche Rechts­sys­tem und unser Emp­fin­den für Recht und Unrecht, Schuld und Unschuld immer wie­der auf den Prüf­stand des Gewis­sens. Bei 3nach9 spricht Fer­di­nand von Schi­rach über mora­li­sche Grenz­fälle und die Frage, wie wir als Gesell­schaft fried­lich mit­ein­an­der leben können.

Paul Ronzheimer

Seine Hei­mat ist Aurich in Ost­fries­land, sein Arbeits­ge­biet die ganze Welt. Der Jour­na­list Paul Ron­z­hei­mer berich­tet seit mehr als zehn Jah­ren aus Kriegs‐ und Kri­sen­ge­bie­ten. Der 40‐Jährige star­tete seine beruf­li­che Kar­riere mit einem Volon­ta­riat bei der „Emder Zei­tung“, mitt­ler­weile fun­giert er als stell­ver­tre­ten­der Chef­re­dak­teur der BILD‐Zeitung. Beson­ders für seine Bericht­erstat­tung in der Ukraine wird er von Lese­rin­nen und Lesern geschätzt und vor vier Jah­ren sogar als „Jour­na­list des Jah­res“ aus­ge­zeich­net. Erst kürz­lich erhielt er für den Pod­cast, der sei­nen Namen trägt, den Medi­en­preis BAMBI in der Kate­go­rie „Kul­tur“, da er einen wich­ti­gen Bei­trag zur poli­ti­schen Auf­klä­rung leis­tet. Über seine ost­frie­si­schen Wur­zeln, Gesprä­che mit des­po­ti­schen Macht­ha­bern und sei­nen Blick auf Deutsch­land, erzählt Paul Ron­z­hei­mer im Februar bei 3nach9.

Ildikó von Kürthy

Die Jour­na­lis­tin Ildikó von Kür­thy zählt zu den erfolg­reichs­ten und meist­ge­le­se­nen deut­schen Schrift­stel­le­rin­nen. In ihrem jüngs­ten Werk „Alt genug“ reflek­tiert die humor­volle und schlag­fer­tige Autorin über das Älter­wer­den. Sie ent­deckt nicht nur das Wun­der des Mit­tags­schläf­chens und fei­ert die Kraft der Lebens­mitte. Die Ham­bur­ge­rin fühlt sich jetzt selbst für unbe­queme Wahr­hei­ten alt genug: Sie lacht nicht mehr über jeden blö­den Witz, und weiß mitt­ler­weile ganz genau, wohin sie nicht gehört. Ob es leicht war, diese Ein­sich­ten und Erkennt­nisse zu gewin­nen? Wer die Bücher von Ildikó von Kür­thy kennt, ver­mu­tet bereits, dass es sie eine Menge Mut gekos­tet haben muss, sich in innere und äußere Aus­nah­me­zu­stände zu bege­ben. Ob auch ihre Bewer­bung als Top­mo­del bei Heidi Klum oder die nächt­li­che Begeg­nung mit Schau­spie­ler George Cloo­ney in New York dazu zäh­len, ver­rät die gebür­tige Aache­ne­rin bei 3nach9.

Boris Herrmann

Er ist der bekann­teste Seg­ler Deutsch­lands und seit sei­ner ers­ten Teil­nahme an der Solo­welt­um­seg­lung Ven­dée Globe, der här­tes­ten Regatta der Welt, auch Nicht­seg­lern ein Begriff: Boris Herr­mann. Schon als Kind hat der Olden­bur­ger viel Zeit auf dem Was­ser ver­bracht, anfangs gemein­sam mit sei­nem Vater auf des­sen klei­nem Boot an der Nord­see, spä­ter auf einem nahe­ge­le­ge­nen See in der nord­deut­schen Hei­mat. Heute zählt der Wahl‐Hamburger längst zu der Welt­spitze sei­nes Sports. Seine Lei­den­schaft ist und bleibt der Ozean. Er ist Mee­res­bot­schaf­ter, Akti­vist fürs Klima – und hat für sein gesell­schaft­li­ches Enga­ge­ment das Bun­des­ver­dienst­kreuz am Bande erhal­ten. Als Profi‐Segler umrun­det er mehr­fach die Welt, kennt die per­ma­nen­ten Gefah­ren auf hoher See sowie die Extrem­be­las­tun­gen für Kör­per und Geist. Wel­che Erfah­run­gen den 44‐Jährigen geprägt haben, wann er sei­nen Job auch mal ver­flucht und ob seine kleine Toch­ter schon Segel hisst und Anker schmeißt, erfah­ren wir im Februar von Mee­res­lieb­ha­ber Boris Herrmann.

Christine Thürmer

Chris­tine Thür­mer ken­nen viele Zuschaue­rin­nen und Zuschauer bereits als „die meist­ge­wan­derte Frau der Welt“. 2007 hängt die erfolg­rei­che Mana­ge­rin ihren Job an den Nagel und wid­met sich voll und ganz ihrer neu ent­deck­ten Pas­sion, der Lang­stre­cken­wan­de­rung. Seit­dem legt sie mehr als 70000 Kilo­me­ter zu Fuß, 37500 Kilo­me­ter mit dem Fahr­rad und 7000 Kilo­me­ter mit dem Boot zurück. Stets reist sie alleine, über­lässt nur ungern etwas dem Zufall. Ihre Tou­ren plant Chris­tine Thür­mer am Com­pu­ter, über­legt akri­bisch, was wirk­lich als Gepäck mit in den Ruck­sack muss und ver­zich­tet sogar auf Unter­ho­sen, um mög­lichst wenig Kilos schlep­pen zu müs­sen. Bei 3nach9 erzählt die Best­sel­ler­au­torin über ihre Aben­teu­er­reise nach Asien und berich­tet über ver­rückte Erleb­nisse in Japan, Süd­ko­rea und Taiwan.

Erst­sen­dung auf NDR/Radio Bre­men Fern­se­hen, hr Fern­se­hen und WDR Fernsehen.

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