3nach9 am 22. Mai 2026


3nach9 am 22. Mai 2026

Zur Mai‐Ausgabe der Radio Bremen‐Talkshow 3nach9 haben Judith Rakers und Gio­vanni di Lorenzo bereits fol­gende Gäste zugesagt:

Robert Habeck

Gut neun Monate ist es her, dass Robert Habeck sein Bun­des­tags­man­dat nie­der­legt und sich aus dem aktu­el­len Poli­tik­be­trieb zurück­zieht. Zuvor ist er Spit­zen­kan­di­dat sei­ner Par­tei bei der Bun­des­tags­wahl 2025 – und schei­tert. Der ehe­ma­lige Par­tei­vor­sit­zende und Bun­des­mi­nis­ter für Wirt­schaft und Kli­ma­schutz ist seit fast 25 Jah­ren Mit­glied von Bünd­nis 90/Die Grü­nen. Wohin ihn seine beruf­li­che Reise künf­tig führt, ist aktu­ell noch offen. Der­zeit lebt er mit sei­ner Frau, der Schrift­stel­le­rin Andrea Paluch, in Kopen­ha­gen und arbei­tet am Däni­schen Insti­tut für Inter­na­tio­nale Stu­dien. Im Januar ist er zudem Gast­pro­fes­sor in Jeru­sa­lem und unter­rich­tet auch an der Uni­ver­sity of Cali­for­nia, Ber­ke­ley. Lan­ge­weile kommt dabei nicht auf: Im Okto­ber erscheint ein neues Buch des Schrift­stel­lers. Wel­che Her­aus­for­de­run­gen sein Leben abseits des poli­ti­schen Pro­to­kolls mit sich bringt – und was ihn mit dem musi­ka­li­schen Mär­chen „Peter und der Wolf“ ver­bin­det – dar­über spricht Robert Habeck erst­mals seit sei­nem Rück­tritt in einer Talk­show – im Mai bei 3nach9.

Annette Frier

Annette Frier weiß früh, dass sie auf die Bühne will. Schon wäh­rend ihrer Aus­bil­dung sam­melt die gebür­tige Köl­ne­rin erste Erfah­run­gen vor der Kamera. Ihr Schau­spiel­de­büt gibt sie 1994 in der Serie „Fami­lie Heinz Becker“ – seit­her begeis­tert die heute 52‐Jährige in unter­schied­lichs­ten Pro­duk­tio­nen. Ob in preis­de­ko­rier­ten Serien, auf der Thea­ter­bühne oder in gro­ßen Unter­hal­tungs­shows: Mit gro­ßer Selbst­ver­ständ­lich­keit wech­selt sie zwi­schen humor­vol­len und dra­ma­ti­schen Stof­fen und zeigt dabei immer wie­der neue Facet­ten ihres Kön­nens. Auch abseits der Kamera enga­giert sich Annette Frier: Sie bezieht öffent­lich Stel­lung zu gesell­schaft­li­chen The­men und zeigt dabei stets klare Hal­tung. Aktu­ell beweist sie sich in der Rolle als Mut­ter von Oli­via Jones in deren Bio­gra­fie, die sich auch mit The­men wie Akzep­tanz und Diver­si­tät aus­ein­an­der­setzt. Was Annette Frier antreibt, woher sie ihre unbän­dige Ener­gie nimmt und warum sie sich immer wie­der neu erfin­det, erzählt sie bei 3nach9.

Mala Emde

Im Alter von elf Jah­ren steht sie erst­mals vor einer Fern­seh­ka­mera, heute zählt die 30‐Jährige zu den krea­tivs­ten Schau­spie­le­rin­nen ihrer Gene­ra­tion: Mala Emde. Für große Auf­merk­sam­keit sorgt die Toch­ter einer Film­fes­ti­val­lei­te­rin und eines Licht­künst­lers vor elf Jah­ren mit ihrer ers­ten Haupt­rolle in dem viel­be­ach­te­ten Doku‐Drama “Meine Toch­ter Anne Frank”. Für die Ver­kör­pe­rung des jüdi­schen Mäd­chens Anne Frank, das durch sein Tage­buch bekannt wurde, wird Mala Emde mit dem Nach­wuchs­för­der­preis des Baye­ri­schen Fern­seh­prei­ses aus­ge­zeich­net. Nach dem Schau­spiel­stu­dium an der renom­mier­ten Hoch­schule für Schau­spiel­kunst “Ernst Busch” ist sie fes­tes Ensem­ble­mit­glied des Thea­ters Basel und erhält im ver­gan­ge­nen Jahr neben dem Bambi auch den Deut­schen Schau­spiel­preis für ihre Haupt­rolle der Musik­pro­du­zen­tin und Kon­zert­ver­an­stal­te­rin Vera Bran­des in dem Kino­film “Köln 75”. Bald ist die Mimin an der Seite von Chris­toph Maria Herbst als Fahr­rad­ku­rie­rin in “Som­mer auf Asphalt” im Kino zu sehen. 3nach9 freut sich, die fröh­li­che Schau­spie­le­rin in der Mai‐Ausgabe näher kennenzulernen.

Leah Weigand

Mit ihrem Poetry‐Slam‐Text „Unge­pflegt” wird sie über Nacht zum Social Media‐Star und berich­tet danach erst­mals bei 3nach9 von ihrem plötz­li­chen Erfolg: Leah Weig­and. Die eins­tige Gesundheits‐ und Kran­ken­pfle­ge­rin pran­gert in dem Text die schlech­ten Bedin­gun­gen an, unter denen Pfle­gende aktu­ell arbei­ten, spricht dem Beruf aber gleich­zei­tig eine Lie­bes­er­klä­rung aus. Mit ihrem Gedicht berührt die 29‐Jährige Tau­sende, spricht vie­len Pfle­ge­kräf­ten aus der Seele. Mitt­ler­weile stu­diert Leah Weig­and Medi­zin und möchte spä­ter als Ärz­tin dazu bei­tra­gen, dass sich die Arbeits­be­din­gun­gen in Kran­ken­häu­sern auch und vor allem im Bereich der Pflege ver­bes­sern. Das Schrei­ben hat Leah Weig­and neben ihrem Stu­dium bei­be­hal­ten – und nun ein Buch mit Gedich­ten über Wut und Liebe, Los­ge­hen und Ankom­men ver­fasst. Bei 3nach9 berich­tet sie über ihr Leben als Autorin und Stu­die­rende und erzählt von ihren Erfah­run­gen als Pflegekraft.

Dörthe Bruske und Katrin Möller

Zwei enga­gierte Frauen, zwei bewe­gende Lebens­ge­schich­ten – und ein gemein­sa­mes Ziel: ande­ren Men­schen Mut zu machen. Dör­the Bruske und Kat­rin Möl­ler leben jeweils mit einem Spen­der­herz und wis­sen aus eige­ner Erfah­rung, wie zer­brech­lich das Leben sein kann. Kat­rin Möl­ler erkrankt bereits als Kind an Bla­sen­krebs. Die Fol­gen der Che­mo­the­ra­pie füh­ren Jahre spä­ter zu einem schwe­ren Herz­feh­ler. 2019 kann nur eine Trans­plan­ta­tion ihr Leben ret­ten. Auch Dör­the Bruskes Weg ist von Krank­heit geprägt: Was zunächst harm­los beginnt, ent­puppt sich als Sar­ko­idose – eine sel­tene Ent­zün­dungs­er­kran­kung, die ihr Herz zuneh­mend angreift. Am 24. Dezem­ber 2024 erhält sie ein Spen­der­or­gan – ihr wohl größ­tes Weih­nachts­ge­schenk. Ken­nen­ge­lernt haben sich die bei­den Trans­plan­tier­ten über Insta­gram. Aus dem digi­ta­len Aus­tausch ent­steht eine enge Ver­bin­dung – und schließ­lich eine gemein­same Initia­tive: In Ham­burg grün­den sie einen Stamm­tisch für Herz‐ und Lun­gen­trans­plan­tierte sowie War­tende. Bei 3nach9 spre­chen Dör­the Bruske und Kat­rin Möl­ler über ihren per­sön­li­chen Weg zurück ins Leben und dar­über, wie sie mit ihrer Geschichte ande­ren Betrof­fe­nen Kraft schen­ken wollen.

Lutz van der Horst