3nach9 am 19. September 2025


3nach9 am 19. September 2025

Zur September‐Ausgabe der Radio Bremen‐Talkshow 3nach9 haben Judith Rakers und Gio­vanni di Lorenzo bereits fol­gende Gäste zugesagt:

Franziska van Almsick

Sie ist das Gesicht des deut­schen Schwimm­sports, mehr­fa­che Welt‐ und Euro­pa­meis­te­rin und holte zahl­rei­che Olym­pi­sche Medail­len: Fran­ziska van Alm­sick. Gebo­ren 1978 in Ber­lin, wurde sie bereits im Kin­des­al­ter als Hoff­nungs­trä­ge­rin gefei­ert: Im Alter von fünf Jah­ren beginnt sie zu schwim­men, mit sie­ben Jah­ren wird sie als Jüngste ins Schul‐ und Leis­tungs­sport­zen­trum Ber­lin auf­ge­nom­men. Von dort an geht es steil berg­auf: Bereits mit elf Jah­ren gewinnt Fran­ziska in der Jugend‐ und Spar­ta­kiade neun Gold­me­dail­len. Heute setzt sich die 47‐Jährige mit ihrer Stif­tung “Schwimm­kids e.V.” für die Schwimm­fä­hig­keit von Kin­dern ein. Mit wel­chem Gefühl sie auf ihre Erfolge zurück­blickt, was ihr im Bereich des Leis­tungs­sports am Her­zen liegt und wieso sie eigent­lich gerne Medi­zin stu­diert hätte, berich­tet Fran­ziska van Alm­sick bei 3nach9.

Hendrik Wüst

Als Kind hatte er den fes­ten Vor­satz “Bäcker, Loko­mo­tiv­füh­rer und Papst” zu wer­den. Doch es kam anders: Im Alter von 15 Jah­ren tritt er in die Junge Union ein, seit 2021 ist Hen­drik Josef Wüst Minis­ter­prä­si­dent des Lan­des Nordrhein‐Westfalen. Zwei Jahre zuvor hei­ra­tet er seine dama­lige Lebens­ge­fähr­tin Katha­rina, eine Juris­tin. Beide sind mitt­ler­weile Eltern der klei­nen Phil­ippa. Fami­lie hat für Hen­drik Wüst schon immer einen beson­de­ren Stel­len­wert. Beson­ders zu sei­ner Mut­ter, die mit 14 Jah­ren ein Jahr lang bei Non­nen lebte, pflegte er ein enges Ver­hält­nis. Sie stirbt an den Fol­gen einer Krebs­er­kran­kung, als er gerade erst 19 Jahre alt ist. Bis heute steht ihre Puppe in sei­nem Büro. Wie der Minis­ter­prä­si­dent über den Ver­lust hin­weg kam, warum sich der Jurist für den Beruf des Poli­ti­kers ent­schie­den hat und wie oft er heute noch dazu kommt, Hand­ball zu spie­len, erzählt Hen­drik Wüst bei 3nach9.

Stefanie Heinzmann

Mit Hits wie “My Man Is a Mean Man” und “In the End” zeigt sie, dass Soul, Pop und ein biss­chen Rock per­fekt zusam­men­pas­sen: Sän­ge­rin Ste­fa­nie Heinz­mann. Die schwei­ze­ri­sche Soul‐Queen, die mit ihrer kraft­vol­len Stimme und ihrem anste­cken­den Lächeln die Büh­nen Euro­pas erobert, ist eine talen­tierte Sän­ge­rin und lei­den­schaft­li­che Künst­le­rin. Doch das Leben der 36‐Jährigen ver­läuft nicht immer in gera­den Bah­nen: Nach einem schwe­ren Band­schei­ben­vor­fall gerät sie im Alter von 18 Jah­ren in eine psy­chi­sche Krise, ver­bringt drei Monate in der Jugend­psych­ia­trie. Danach geht es ihr deut­lich bes­ser – und Heinz­mann kann sich wie­der ihrer musi­ka­li­schen Lei­den­schaft wid­men. Sie erzielt zahl­rei­che Erfolge, nimmt an TV‐Shows wie “The Voice of Switz­er­land”, “The Mas­ked Sin­ger” und “Sing mei­nen Song” teil. Außer­dem enga­giert sich die Sän­ge­rin als UNICEF‐Botschafterin der Schweiz und für die Deut­sche Kin­der­hos­piz­stif­tung. Wieso auch dunkle Zei­ten zum Leben dazu­ge­hö­ren und wie sie es geschafft hat, dort­hin zu kom­men, wo sie heute ist, erzählt Ste­fa­nie Heinz­mann — mit Live‐Musik im Gepäck — im Stu­dio an der Weser.

Michel Abdollahi

Er ist ein klu­ger Kopf mit kla­rer Hal­tung: Michel Abdol­lahi. Der deutsch‐iranische Mode­ra­tor kommt in Tehe­ran zur Welt und flieht im Alter von fünf Jah­ren nach Ham­burg. Beglei­tet nur von sei­ner Groß­mutter, die ihn vor Sad­dam Hus­s­eins Gra­na­ten schüt­zen will. Die Eltern und seine Schwes­ter kom­men ein Jahr spä­ter nach. Mit 19 Jah­ren steht Abdol­lahi das erste Mal auf einer Bühne, schreibt Kurz­ge­schich­ten sowie Gedichte und sam­melt Erfah­run­gen beim Mode­rie­ren. 2016 bekommt der “poli­ti­sche Enter­tai­ner”, wie ihn die Presse eins beti­telt, seine eigene Talk­show “Käpt’ns Din­ner”, in der er zwi­schen ros­ti­gem Stahl und engen Luken pro­mi­nente Schwer­ge­wichte in einem alten U‑Boot befragt. Zudem enga­giert sich der TV‐Journalist seit vie­len Jah­ren für Demo­kra­tie und Zivil­cou­rage. In sei­nem neu­es­ten Buch durch­leuch­tet er die Abgründe der deut­schen Gegen­wart und zeich­net das Lage­bild einer Gesell­schaft, in der Men­schen mit Migra­ti­ons­ge­schichte mehr und mehr als Fremd­kör­per wahr­ge­nom­men wer­den. Wie eine Wende gelin­gen kann hin zu einem viel­fäl­ti­gen Mit­ein­an­der und wie ihn seine ganz per­sön­li­chen Erfah­run­gen mit All­tags­ras­sis­mus geprägt haben, erzählt der preis­ge­krönte Repor­ter und Best­sel­ler­au­tor Michel Abdol­lahi bei 3nach9.

Lisa Marie Krätschmer

Wie kann es sein, dass ich keine 200 Meter am Stück lau­fen kann? Das fragt sich Lisa Marie Krät­schmer, als sie 2023 an einem Lauf ihrer Uni­ver­si­tät teil­neh­men soll: “Mir war klar, dass ich keine ein­zige Runde schaf­fen werde und das war mir ein­fach wahn­sin­nig unan­ge­nehm.” Sie fängt an, täg­lich aufs Lauf­band zu stei­gen, jeden Tag legt sie 200 Meter mehr zurück. Um sich selbst wei­ter her­aus­zu­for­dern, mel­det sie sich im März ver­gan­ge­nen Jah­res zum Halb­ma­ra­thon in New York an – Freunde und Fami­lie ahnen nichts davon. Lisa Marie Krät­schmer läuft ins Ziel ein und beschließt, sich ab jetzt immer neuen Her­aus­for­de­run­gen zu stel­len. Es fol­gen der Mara­thon in Ber­lin und der Iron­man in Ham­burg: “Da musste ich echt kämp­fen, aber ich habe es geschafft! ” Gerade kommt die 24‐Jährige von ihrem nächs­ten Aben­teuer zurück: Alleine ist sie mit dem Fahr­rad von Hei­del­berg nach Bar­ce­lona gefah­ren. Was sie über sich im ver­gan­ge­nen Jahr gelernt hat und wieso sie sich heute ein Leben ohne Sport nicht mehr vor­stel­len kann, erzählt Lisa Marie Krät­schmer bei 3nach9.

Fedor Holz

Er ist nicht nur der erfolg­reichste Poker­spie­ler Deutsch­lands, son­dern zählt auch zu den bes­ten der Welt. Fedor Holz spielt auf höchs­tem Level, hat mehr als 40 Mio. Euro an Preis­gel­dern in sei­ner Kar­riere gewon­nen und arbei­tet heute zudem erfolg­reich als Unter­neh­mer und Inves­tor. Gebo­ren 1993 in Saar­brü­cken, wächst der 32‐Jährige gemein­sam mit sei­nen Geschwis­tern bei sei­ner allein­er­zie­hen­den Mut­ter auf. In der Schule ist Fedor Holz ein Außen­sei­ter, zuhause ist das Geld oft knapp. Als Acht­jäh­ri­ger bringt er sich selbst Schach bei, mit 16 Jah­ren ent­deckt er seine Lei­den­schaft fürs Poker­spie­len. Beein­dru­ckend schnell kämpft er sich an die Welt­spitze. Heute ist Fedor Holz Deutsch­lands bekann­tes­ter Poker­profi und der ein­zige Spie­ler welt­weit, der sowohl im Online‐ als auch im Liv­e­po­ker Welt­rang­lis­ten­ers­ter war. Wie er es geschafft hat, ein Star in der Szene zu wer­den, wie lange er für das per­fekte Poker­face trai­niert hat und was es für ihn bedeu­tet, so viel Geld zu haben, erzählt der “Prince of Poker” im Sep­tem­ber bei 3nach9.

Erst­sen­dung auf NDR/Radio Bre­men Fern­se­hen, hr Fern­se­hen und WDR Fernsehen.