"Der Verdingbub“ – Free-TV-Premiere im Schweizer Fernsehen

 

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"Der Verdingbub" – Free-TV-Premiere im Schweizer Fernsehen

09.01.2014

Das mehrfach preisgekrönte Drama "Der Verdingbub", eine Produktion von C-Films und der Bremedia, feiert am 12. Januar 2014 um 20:05 Uhr seine Free-TV-Premiere im Schweizer Fernsehen SRF1.

Über 100.000 Kinder teilten zwischen 1800 und 1970 in der Schweiz und auch in Süddeutschland das dramatische Schicksal der sogenannten "Verdingkinder". Sie wurden von ihren verarmten Eltern an Bauern als Arbeitskräfte ausgeliehen oder den Eltern von den Behörden zwangsentzogen, um dann auf sogenannten "Verdingmärkten" an den Meistbietenden versteigert zu werden. Regisseur Markus Imboden gelingt es mit Hilfe eines herausragenden Schauspielerensembles (Katja Riemann, Stefan Kurt, Max Simonischek, Max Hubacher, Lisa Brand u.a.) und einer bildgewaltigen Kameraführung (Peter von Haller), dieses düstere und bisher kaum beleuchtete Kapitel Sozialgeschichte eindrucksvoll auf die Leinwand zu bannen.

Inhalt: Der größte Traum des Waisenkindes Max ist es, Teil einer "richtigen" Familie zu sein – und tatsächlich scheint sich dieser zu erfüllen: Max wird an die Familie Bösiger verdingt. Doch anstatt Liebe und Anerkennung zu bekommen, wird er wie ein Arbeitstier behandelt und von Jakob, dem Sohn der Familie, zusätzlich gedemütigt. Trost findet Max im Handorgelspiel, das ihm das zum Überleben notwendige Quäntchen Selbstachtung erhält. Seine Freundschaft zu dem Mädchen Berteli, die ihrer alleinstehenden Mutter weggenommen und als Arbeitskraft ebenfalls an die Bösigers verdingt wurde, gibt ihm Kraft. Als eine couragierte Lehrerin aus der Stadt Max' musikalisches Talent erkennt, scheint sich sein Leben zum Positiven zu ändern. So darf er sogar auf einem Fest vor der gesamten Gemeinde spielen. Doch das Fest nimmt kein gutes Ende und Max' Lebensumstände verschlimmern sich drastisch. Er beschließt, den menschenunwürdigen Bedingungen ein Ende zu setzen und entscheidet sich, zu fliehen …

"Der Verdingbub" hat auf der Filmkunstmesse Leipzig den Publikumspreis gewonnen. Hauptdarsteller Max Hubacher wurde bei der Berlinale 2012 als European Shootingstar und beim Schweizer Filmpreis Quartz 2012 als bester Darsteller ausgezeichnet. Stefan Kurt erhielt einen Quartz als bester Nebendarsteller. Der mehrfach mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnete Regisseur Markus Imboden erhielt für "Der Verdingbub" 2012 die Rose D’Or für den besten Kino-Spielfilm sowie den Prix Walo 2012. Im Herbst 2012 lief er in den deutschen Kinos. In der Schweiz war der Film ein phänomenaler Kinoerfolg und mit über 235.000 Zuschauern der stärkste Film der letzten Jahre.